Königsfliegenpilz (Amanita regalis): Artporträt
Der Königsfliegenpilz, Amanita regalis, ist ein braunhütiger nördlicher Verwandter des Fliegenpilzes. Er wächst vor allem bei Fichten in nordischen Wäldern und ist giftig. Dieser Ratgeber zeigt, woran Sie ihn erkennen, wo er wächst und wie er sich vom Fliegenpilz und vom Pantherpilz unterscheidet.
Zuletzt aktualisiert 25. Oktober 2026 · Nordic Nita

Der Königsfliegenpilz auf einen Blick
| Lateinischer Name | Amanita regalis |
|---|---|
| Deutsche Namen | Königsfliegenpilz, Brauner Fliegenpilz |
| Hut | 10–20 cm breit, gelbbraun bis dunkelbraun, mit hellen Hüllresten2,4 |
| Wächst bei | Vor allem Fichten, auch Birken2,3 |
| Lebensraum | Nadel- und Mischwald sowie subalpiner Birkenwald1 |
| Saison | Juli bis September in Skandinavien2 |
| Verbreitung im Norden | Finnland, Norwegen und Schweden; in Dänemark sehr lokal1 |
| Giftigkeit | Giftig, mit derselben Wirkung wie der Fliegenpilz3,4 |
Was ist der Königsfliegenpilz?
Der Königsfliegenpilz, Amanita regalis, ist ein nördlicher Verwandter des Fliegenpilzes mit braunem statt rotem Hut. Regalis bedeutet „königlich“.2
Seine Einordnung hat sich im Lauf der Zeit geändert. Elias Fries beschrieb ihn 1821 als Form des Fliegenpilzes, und Saccardo führte ihn als Varietät von Amanita muscaria. Edmund Michael behandelte ihn 1903 erstmals als eigene Art, und die meisten Fachleute erkennen ihn heute als eigenständige Art an.2 Deshalb nennen ältere Bücher und manche Broschüren ihn noch Amanita muscaria var. regalis.3,4 Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie wählte ihn zum Pilz des Jahres 2000.6
Wie erkennt man einen Königsfliegenpilz?
Stellen Sie sich einen Fliegenpilz in Braun vor. Der Aufbau ist derselbe: ein großer Hut mit hellen Flocken, weiße Lamellen, ein Ring und eine verdickte Basis. Die Hutfarbe macht den Unterschied.3
| Hut | 10–20 cm, jung eiförmig, dann gewölbt und zunehmend flach. Glänzend braun bis gelbbraun, bei Nässe klebrig2,5 |
|---|---|
| Flocken | Gelblich-weiße Reste der Gesamthülle. Starker Regen kann sie abwaschen2,7 |
| Lamellen | Weiß, frei und gedrängt, im Alter blassgelb2 |
| Stiel | 10–25 cm lang, weiß bis hell bräunlich, mit einem gerieften, hängenden Ring2,5 |
| Basis | Verdickt, die Volva in Schuppenringe aufgelöst2,7 |
| Fleisch | Weiß, direkt unter der Huthaut gelblich bis bräunlich. Keine deutliche Verfärbung beim Anschneiden2,5,7 |
| Sporen | Weißes Sporenpulver; Sporen breit ellipsoid, 8–10 × 6–7 µm, inamyloid2 |
Dieser Ratgeber beschreibt die Art. Er ist keine sichere Grundlage, um einen Wildpilz zu sammeln oder zu essen.
Wo wächst der Königsfliegenpilz?
Er ist eine nördliche Art. Der Königsfliegenpilz bildet Mykorrhiza vor allem mit Fichten und auch mit Birken.2,3 Funga Nordica beschreibt ihn aus Nadel- und Mischwäldern und aus subalpinen Birkenwäldern.1
| Region | Was die Quellen sagen |
|---|---|
| Skandinavien | Ziemlich häufig; Fruchtkörper von Juli bis September2 |
| Norwegen | Häufig, außer in Westnorwegen; oft etwas höher gelegen als der Fliegenpilz3 |
| Finnland | Im ganzen Land, aber seltener als der Fliegenpilz; einzeln oder in Gruppen in moosreichem Fichtenwald5 |
| Dänemark | Nur von wenigen Fundorten bekannt1 |
| Großbritannien | Nur eine Handvoll offizieller Nachweise2 |
| Südeuropa | Selten; dort kommt stattdessen der Pantherpilz vor2 |
Ist der Königsfliegenpilz giftig?
Ja. Er ist giftig, mit derselben Wirkung wie der Fliegenpilz.1,3 Er enthält Ibotensäure, Muscimol, Muscazon und Muscarin, wenn auch nicht immer in nennenswerten Mengen.2 Das schwedische Giftinformationszentrum zählt ihn zu den gefährlichsten Giftpilzen Schwedens, mit Giften, die das Nervensystem stören.4
Vergiftungen kamen vor, wenn Menschen ihn für einen Speisepilz hielten. Ärzte in Helsinki beschrieben 1979 drei Fälle; eine Patientin hatte ihn mit dem Parasol verwechselt.6 Parasole haben stets dunkle Schuppen auf hellem Hut, also genau umgekehrt wie der Königsfliegenpilz.7
Wenn jemand einen Wildpilz gegessen hat und sich unwohl fühlt
Rufen Sie sofort den Notruf 112 an oder wenden Sie sich an ein Giftinformationszentrum. Bewahren Sie Reste des Pilzes zur Bestimmung auf.
Wie unterscheidet er sich von Fliegenpilz und Pantherpilz?
| Art | Hut | Ring und Basis | Wichtigste Bäume |
|---|---|---|---|
| Königsfliegenpilz Amanita regalis | 10–20 cm, braun2 | Geriefter Ring; Basis mit Schuppenringen2 | Fichte, Birke2 |
| Fliegenpilz Amanita muscaria | 6–20 cm, rot, manchmal blass orange1 | Ring mit gelblichem Rand; Knolle mit Schuppenringen1 | Birke, Kiefer, Fichte1 |
| Pantherpilz Amanita pantherina | 4–10 cm, gelbbraun bis braun1 | Ungeriefter Ring; Knolle mit abgesetztem Rand1 | Buche, Eiche, Linde1 |
Mehr zur Unterscheidung dieser Arten finden Sie in unserem Ratgeber zu den Doppelgängern des Fliegenpilzes und im ausführlichen Artporträt des Fliegenpilzes.
Der getrocknete Königsfliegenpilz von Nordic Nita
Nordic Nita verkauft ganze getrocknete Hüte von Amanita regalis unter dem Artnamen, in Packungen zu 15 g. Wir verwenden nur junge, runde Hüte aus nordischen Wäldern, unter anderem in Finnland und Schweden, niemals Stiele oder gemischtes Material. Die Hüte werden temperaturkontrolliert bei 50 °C getrocknet, und jede Charge wird von einem unabhängigen Labor auf Schwermetalle und Muscimol getestet. Sehen Sie sich getrocknete Amanita regalis an oder vergleichen Sie die drei Arten in der Kollektion von Nordic Nita.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Königsfliegenpilz?
Der Königsfliegenpilz, Amanita regalis, ist ein nördlicher Verwandter des Fliegenpilzes mit braunem Hut. Er wächst vor allem bei Fichten und ist in Skandinavien und Finnland häufig.
Ist Amanita regalis eine Varietät des Fliegenpilzes?
Er wurde lange so behandelt, doch die meisten Fachleute erkennen ihn heute als eigene Art an. Ältere Bücher nennen ihn mitunter noch Amanita muscaria var. regalis.
Ist der Königsfliegenpilz giftig?
Ja. Er ist giftig, mit derselben Wirkung wie der Fliegenpilz. Er enthält Ibotensäure und Muscimol.
Wo wächst der Königsfliegenpilz?
In Nadel- und Mischwäldern und subalpinen Birkenwäldern, vor allem bei Fichten. In Norwegen, Schweden und Finnland ist er häufig, in Dänemark und Großbritannien sehr lokal.
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Quellen
- Vesterholt J. (2008). Amanita. In: Knudsen H., Vesterholt J. (eds.), Funga Nordica, pp. 326–333. Nordsvamp.
- First Nature. Amanita regalis, Brown Fly Agaric.
- Høiland K. Store norske leksikon. Brun fluesopp.
- Giftinformationscentralen, Svampkonsulenternas riksförbund. De farligaste giftsvamparna i Sverige!
- Finnish Food Authority (Ruokavirasto). Brun flugsvamp.
- Stijve T. (2015). The Royal Fly Agaric, Amanita regalis (Fries) Michael. Mushroom, the Journal.
- Svampguiden. Royal fly agaric (Amanita regalis).
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